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September 2011

STECKBRIEF

Name: Iljana Marzok
Geboren: 30. Juli 1986, Berlin
Wohnort: Berlin
Studium: Medieninformatik (BA) an der BHT Berlin
Größe: 1,75 m
Gewicht: 70 kg
Kader: Nationalkader B
Graduierung: 2. Dan
Spezialtechniken: Harai-goshi, O-uchi-gari
Aktiv seit: 1991
Verein(e): SC Berlin (seit 1997), SSV Rotation Berlin (1991-1997)
Trainer: Frank Borkowski

Aktuelle Erfolge (2011/2010):
• 5. Grand Prix Qingdao (CHN) 2011
• 2. World Cup Sofia (BUL) 2011
• 3. Team-Weltmeisterschaft Paris (FRA) 2011
• 9. Weltmeisterschaft Paris (FRA) 2011
• 5. Grand Prix Baku (AZE) 2011
• 2. Team-Europameisterschaft Istanbul (TUR) 2011
• 2. Grand Prix Düsseldorf (GER) 2011
• 5. Grand Prix Qingdao (CHN) 2010
• 2. Team-Weltmeisterschaft Anatalya (TUR) 2010
• 5. Grand Prix Rotterdam (NED) 2010
• TN Weltmeisterschaft Tokio (JPN) 2010
• 5. Grand Slam Moskau (RUS) 2010
• 7. Europameisterschaft Wien (AUT) 2010
• 1. World Cup Warschau (POL) 2010
• 3. World Cup Sofia (BUL) 2010

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ÜBER MICH

1996 bei einem Turnier in Hamburg

1996: Turnier in Hamburg

Im Alter von 4 Jahren folgte ich dem Beispiel meiner Geschwister und nahm am Judotraining meiner Mutter beim SSV Rotation Berlin teil. Mit 11 Jahren wechselte ich dann in die Trainingsgruppe von Ingolf Lahr zum SC Berlin, der ein umfangreicheres und leistungssportorientierteres Training anbot.
Ebenso besuchte ich das sportbetonte Coubertin-Gymnasium (Eliteschule des Sports) und machte dort 2006 mein Abitur.
Im Juniorenbereich wurde ich Deutsche Meisterin und erreichte einige internationale Medaillen. Zu dieser Zeit trainierte ich bei Andreas Preschel.
Nach einem Jahr im Erwachsenenbereich wechselte ich in eine höhere Gewichtsklasse und musste längere Zeit an meinen physischen Fähigkeiten arbeiten: Hatte ich zuvor meinen Größenvorteil nutzen können, musste ich nun vor allem Kraft aufbauen und mein Technikprofil etwas anders gestalten.
An Judo fasziniert mich bis heute die Vielfältigkeit: Man versucht ständig sein Technikprofil auszubauen und sich insgesamt körperlich weiterzuentwickeln. Man muss sich immer wieder mental auf verschiedene Gegner einstellen und mit seinem Repertoire einen taktischen Lösungsweg finden, um diese zu besiegen.

2010: Zurück in Hamburg ©

Inzwischen studiere ich an der Beuth-Hochschule für Technik Medieninformatik. Und seit Juni 2009 ist Frank Borkowski mein Trainer am Olympiastützpunkt Berlin.

Der Wettkampfhöhepunkt für mich war die erstmalige Teilnahme an den Weltmeisterschaften: Tokio, September 2010. Ich konnte dort nicht viel zeigen, da ich wegen einer Unachtsamkeit nicht über den ersten Kampf hinaus kam.
In Antalya krallten wir uns dann wohlverdient unsere Silbermedaille bei den Team-Weltmeisterschaften knapp 6 Wochen später.

Im Februar 2011 machte ich mein wohl stärkstes Turnier bisher: Ich gewann Silber beim Heim-Grand Prix in Düsseldorf. Bis ins Finale setzte ich mich souverän und diszipliniert gegen Gegner durch, die in der Weltrangliste vor mir standen.

Auf der Weltrangliste, die für die Olympischen Spiele in London 2012 wichtig ist, befinde ich mich in den Top20 mit Trend nach oben.

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PRESSE

Poster im Judomagazin 11/2011
Berichterstattung über die Judo-Weltmeisterschaften in Paris (23. – 28. August 2011):
• Bucher Bote (Ausgabe 10/11): Eine Kämpfernatur mit olympischen Ambitionen (PDF)
• Judomagazin (Ausgabe 09/11) „Déjà-vu in Bercy – WM in Paris“: [...] Eine ordentliche WM lieferte Iljana Marzok ab, die unter anderem 2009 Weltmeisterin Alvear aus Komlumbien mit ihrem O-uchi-gari aus dem Rennen warf, aber gegen die Nordkoreanerin Sol ihre Möglichkeiten nicht ausschöpfte. Gegen die Linkskämpferin erhielt sie zwei Bestrafungen für einseitiges Übergreifen. Sie selbst ärgerte sich wohl am meisten über diesen Fauxpas, der beim Endstand von zwei zu drei Yukos den Unterschied machte. Sonst hätte das Viertelfinale gegen die Weltranglistenerste Lucie Decosse gewunken. „Sie etabliert sich, sie hat eine riesige Entwicklung hinter sich“, sagt der Bundestrainer über die Berlinerin. Gegen die Nordkoreanerin sei sie allerdings zu ungeduldig gewesen. Zudem müsse sie noch ihr Technikspektrum erweitern. [...]

Berichterstattung über den Abbruch des Japan-Trainingslagers (März 2011):
• Der Tagesspiegel, 20. März 2011: Auch das Herz bebt (externe Verlinkung)
• Süddeutsche, 12. März 2011: Judo-Bundestrainer: «Alles live mitgekriegt» (externe Verlinkung)
• Fußball-Woche (Ausgabe 13/11): Judoka unversehrt aus Japan zurück (externe Verlinkung)

Berichterstattung über den Judo Grand Prix in Düsseldorf (19./20. Februar 2011):
• Meldung des SID übernommen von div. Tageszeitungen: [...] Iljana Marzok (Berlin/70kg) unterlag im Finale der Chinesin Fei Chen, nachdem sie zuvor im Viertelfinale die topgesetzte Japanerin Haruka Tachimoto bezwungen hatte. [...]
• Judomagazin (03/11) „Starke Männer braucht das Land- Grand Prix in Düsseldorf”: [...] Von anderen war weniger erwartet worden. Etwa von Iljana Marzok, Finalistin bis 70 kg. Die Berlinerin überzeugte vor allem mit ihrem O-uchi-gari, auf den auch die Weltranglistensiebte Haruka Tachimoto aus Japan fiel. Im Endkampf gegen Fei Chen kam Marzok nicht dazu, nach einer Minute hatte die Chinesin zum Haltegriff angesetzt. [...]
• Judomagazin (03/11) „Iljana Marzok: Eine Güteklasse aufgerückt”: Es ist nicht oft zu beobachten, dass Iljana Marzok ihre Arme vor Freude hochreißt und sich dem Publikum zuwendet. Die eher zurückhaltende Sportlerin vom SC Berlin freute sich so schon nach dem ersten Sieg bis 70 kg über die Italienerin Erica Barbieri. Kurz und schmerzlos warf die 24-jährige O-uchi-gari. Schon da zeigte sich, was Heimtrainer Frank Borkowski der Studentin für Medieninformatik immer wieder einprägt: Konzentration, Körperkontakt und Beweglichkeit. Das bekam anschließend auch die Japanerin Haruka Tachimoto zu spüren. Die Kano-Cup-Siegerin fiel auch auf den starken O-uchi-gari. Ebenso überwand Iljana Marzok die EM-Dritte Juliane Robra aus der Schweiz. Erst im Finale war die 20 Jahre junge Chinesin Fei Chen stärker. Da gelang der Deutschen kein zwingender Wurfansatz.
Platz zwei bei einem Grand Prix ist ein schöner Erfolg. Gewissermaßen ist sie eine Güteklasse aufgerückt. Im Vorjahr war sie in Warschau schon einmal World-Cup-Siegerin geworden. Düsseldorf brachte Iljana Marzok 120 Punkte für die Weltrangliste. Damit rückt sie näher an die Konkurrenz. „Die drei, gegen die ich gewann, lagen noch vor mir in der Rangliste”, freut sie sich. Aber noch ist die Paris-Zweite Kerstin Thiele vor ihr. Es dürfte ein interessanter Kopf-an-Kopf-Wettstreit bis London werden. Zu den Europameisterschaften vom 21. bis 23. April in Istanbul soll die Form noch gesteigert werden.
KHO

Portrait im Judo-Magazin (02/11):
• Olympiakandidatin im Portrait: Iljana Marzok – Volle Konzentration (PDF)

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